Städtisches Elsa-Brändström-Gymnasium München

Französisch

Französisch als zweite Fremdsprache

Neben Latein bietet das Elsa-Brändström-Gymnasium als zweite Fremdsprache Französisch an. Doch warum soll man heutzutage Französisch lernen? Verschiedenste Gründe sprechen dafür:

  1. Es ist eine Weltsprache mit derzeit rund 275 Millionen Sprechern. Neuen Studien zufolge könnten es bis zum Jahr 2050 750 Millionen Sprecher werden. Der Grund hierfür ist der demografische Boom in vielen afrikanischen Staaten, in denen Französisch als Mutter-, Amts-, Verkehrs- oder Schulsprache verwendet wird.
  2. Es ist hinter Englisch die zweitwichtigste internationale Kommunikationssprache und daher in fast allen internationalen Organisationen Arbeitssprache (wie z.B. in der UNO, in der UNESCO und im Europarat).
  3. Es ist für uns Deutsche eine sehr wichtige Sprache des Handels und der Wirtschaft, denn Frankreich ist einer der wichtigsten deutschen Handelspartner. Hinzu kommen wachsende Märkte in Afrika.
  4. Es handelt sich um eine romanische Sprache, die das Erlernen anderer vor allem romanischer Sprachen erleichtert wie z.B. des Spanischen aber auch des Englischen, da rund 50% des englischen Wortschatzes mit dem Französischen verwandt ist.
  5. Deutschland und Frankreich haben über 150 deutsch-französische Studiengänge ins Leben gerufen, die hochqualifizierte Abschlüsse anbieten wie z.B. in Jura, den Naturwissenschaften und Wirtschaft (siehe www.dsf-sfa.org). Außerdem haben deutsche Studierende im Rahmen der Kooperationsverträge zwischen den beiden Ländern Zugang zu den begehrten Plätzen an den französischen Grandes Ecoles (Eliteuniversitäten).

Und wie wird Französisch nun hier am Elsa unterrichtet?

Französisch ist eine lebendige Fremdsprache, die heutzutage wie das Englische nach einem neuen Unterrichtskonzept unterrichtet wird. Der moderne Fremdsprachenunterricht ist offen und kommunikativ. Von Beginn an rückt die mündliche Sprachkompetenz in den Vorder-grund, so dass die Kinder von Anfang an lernen, sich in Französisch auszudrücken. Schon sehr bald können sie einfache Originaltexte lesen und verstehen, kleine französische Chan-sons mitsingen, Telefongespräche führen, E-mails schreiben oder kurze Szenen aus dem Alltagsleben nachspielen. Sie können sich und ihre Familie auf Französisch vorstellen, über ihre Hobbies berichten sowie anderen ihren Tagesablauf erzählen. Allerdings wird auch auf fundierte Grammatikarbeit großen Wert gelegt, denn diese bildet eine unerlässliche Basis zum Erlernen einer Fremdsprache. Durch diese Grammatikarbeit in der Fremdsprache erfolgt auch eine Reflexion des eigenen deutschen Sprachsystems.

In höheren Klassen wenden sich die Lernenden zunehmend abstrakten Inhalten zu. Sie lesen aktuelle französische Zeitungsartikel, befassen sich mit der Geschichte Frankreichs und den deutsch-französischen Beziehungen und beschäftigen sich mit Literatur und Filmen, wobei sich den Jugendlichen hier Kulturräume erschließen, denen sie sonst eher selten begegnen. Sie entdecken neben Frankreich auch die vielgesichtigen Welten der Frankophonie wie z.B. Québec in Kanada oder auch Marokko und den Senegal.

Ziel des Unterrichts ist es dabei nicht nur, die französische Sprache zu vermitteln. Besonderes Augenmerk gilt ebenso der Schulung der interkulturellen Kompetenz der Schülerinnen und Schüler. In der Diskussion über andere Kulturen, Traditionen, Religionen und Wertesysteme wird sich der Lernende auch auf seine eigenen Werte, seine eigene Kultur besinnen und sie reflektieren. Der moderne Französischunterricht ist daher nicht nur lebendig und abwechslungsreich, er fördert auch in hohem Maße selbstständiges Denken und Kreativität sowie Offenheit und Toleranz gegenüber anderen Kulturen.

Austausch

Um unseren Schülerinnen und Schülern eine Begegnung mit jungen Menschen aus dem französischen Sprachraum zu ermöglichen, pflegen wir an unserer Schule einen Austausch sowohl mit einem Lycée in Paris als auch mit einem Schulzentrum in Neuchâtel in der Schweiz.