Städtisches Elsa-Brändström-Gymnasium München

Geschichte und Sozialkunde

Das Fach Geschichte wird in Klasse 6 bis 9 zweistündig unterrichtet. In Klasse 10 einstündig in Kombination mit dem Fach Sozialkunde (Epochalunterricht, i.d.R. Sozialkunde im 1. Halbjahr und Geschichte im 2. Halbjahr).
In der Oberstufe des G8 wird Geschichte für alle verpflichtend vier Halbjahre lang – ebenfalls in Kombination mit Sozialkunde – unterrichtet.
Daneben werden regelmäßig W- und P-Seminare mit Schwerpunkt Geschichte angeboten (z. B. „Erklärfilme für den Geschichtsunterricht“).

Im Rahmen des Fachunterrichts in Geschichte und Sozialkunde werden unter anderem folgende Veranstaltungen und Unterrichtsgänge durchgeführt:

• Besuch des Ägyptischen Museums und der Glyptothek in Jgst. 6
• Besuch der KZ-Gedenkstätte in Dachau in Jgst. 9
• Besuch des NS-Dokumentationszentrums in Jgst. 11
• Zeitzeugengespräch in Jgst. 11
• Juniorwahl in Jgst. 10
• Planspiel „Der Landtag sind wir“ in Jgst. 10
• Exkursion „Lernort Staatsregierung“

Folgende Lehrkräfte unterrichten Geschichte:
Hr. Adam, Hr. Dr. Berger, Hr. Bohlender, Hr. Bußjäger, Fr. Crusius, Fr. Grotz, Fr. Ilrbeck, Fr. Kölbl, Fr. Oppitz, Hr. Reher, Fr. Rosenlehner und Fr. Sommer.

Folgende Lehrkräfte unterrichten Sozialkunde:
Hr. Bußjäger, Fr. Grotz, Fr. Ilrbeck, Fr. Kölbl, Hr. Reher, Fr. Rosenlehner.

Unser Artikel aus dem Jahresbericht 2019

Geschichte und Sozialkunde
Die Lehrkräfte der Fachschaften Geschichte und Sozialkunde versuchen über alle Jahrgangsstufen hinweg, Geschichte und Politik auch durch Projekte und Exkursionen anschaulich und praktisch erfahrbar zu machen, im Schuljahr 2018/19 unter anderem mit folgenden Aktivitäten:

6. Jahrgangsstufe
Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke
Am 12. April war die 6a, zusammen mit Frau Wolff und Frau Oppitz, im Rahmen eines Kooperationsausflugs Kunst und Geschichte im Museum für Abgüsse klassischer Bildwerke München. Dort konnten sich die Schülerinnen und Schüler intensiv mit antiker Kunst auseinandersetzen. Auf eigens mitgebrachten Skizzenblöcken wurden einzelne Kunstwerke festgehalten. Besonderen Zuspruch fanden dabei die Abbildungen antiker Gottheiten, da dieses Thema zuvor im Unterricht bereits ausführlich behandelt worden war.
„Der Ausflug in die Abgusssammlung war sehr abwechslungsreich und interessant. Es hat mir sehr gefallen, weil wir uns frei im Museum bewegen durften. Ich habe es sehr toll gefunden, dass wir die Statuen in dieses kleine Heft abmalen sollten.“ – Magdalena Pelzer
„Ich hatte viel Spaß, vor allem beim Zeichnen der Artemis mit dem Hirsch!“ – Angela Gong
„Ich fand die Abgusssammlung sehr eindrucksvoll.“ – Marius Storl
„Es war voll cool zu sehen, wie unterschiedlich alle Statuen aussahen.“ – Valerie Koch
Madeleine Oppitz

7. Jahrgangsstufe
Exkursion zur mittelalterlichen Geschichte Münchens
Die Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe haben im Rahmen einer von Fr. Crusius geplanten Exkursion an Führungen zum Thema „München im Mittelalter“ teilgenommen. Zur Auswahl standen am 27. Juni die vom Museumspädagogischen Zentrum München durchgeführten Stadtrundgänge „Blick auf das mittelalterliche München. Geschichte und Geschichten im Stadtmuseum und in der Stadt“, „Alltagswelten im Mittelalter – von Adel bis Zunft im Bayerischen Nationalmuseum“ sowie „München im Mittelalter – ein Spaziergang durch andere Zeiten“. Außerdem waren für die Schülerinnen und Schüler auch noch zwei selbst organisierte Stadtrallyes zum mittelalterlichen München mit einer Turmbesteigung des „Alten Peter“ im Angebot. Begleitet wurde die Jahrgangsstufe unter anderem von den Geschichtslehrkräften Fr. Akkaya, Hr. Adam, Fr. Crusius und Fr. Kölbl.
Adelheid Crusius

9. Jahrgangsstufe
Besuch der KZ-Gedenkstätte Dachau
Im Rahmen des Geschichtsunterrichts besuchte die 9. Jahrgangsstufe im April und Juli 2019 unter der Leitung von Herrn Adam und Herrn Bohlender die KZ-Gedenkstätte Dachau. Bei der Besichtigung vor Ort wurde den Schülerinnen und Schülern vermittelt, wie der NS-Terrorstaat funktionierte, wie er seine Opfer quälte und ermordete und welche unmenschlichen Folgen rassistisches und faschistisches Denken haben kann.
Dass die Schülerinnen und Schüler durchweg interessiert waren, auch mehr als 70 Jahre nach dem Ende der Naziherrschaft, und dieser Besuch viele von ihnen bewegt und betroffen zurückließ, gibt Hoffnung, dass die zukünftige Generation jedwedem Rassismus und faschistischen Ideologien keine Chance lässt sich auszubreiten.
Wolf Adam und Thomas Bohlender

10. Jahrgangsstufe
Juniorwahl am 12.10.2018
Anlässlich der Landtags- und Bezirkstagswahl am 14. Oktober 2019 haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10c unter der Leitung von Fr. Rosenlehner die Juniorwahl für die gesamte 10. Jahrgangsstufe durchgeführt. Die Juniorwahl ist seit ihrer Geburtsstunde im Jahr 1999 zum größten Schulprojekt Deutschlands herangewachsen. Es ist ein handlungsorientiertes Konzept zur politischen Bildung, welches das Erleben und Erlernen von Demokratie ermöglichen und auf die zukünftige politische Partizipation junger Menschen vorbereiten möchte. Träger der Juniorwahl ist der gemeinnützige und überparteiliche Verein Kumulus e.V. aus Berlin, der im Jahr 1998 aus einer ehemaligen Schulklasse hervorgegangen ist und sich seither mit mehreren Projekten im Bereich der politischen Bildung engagiert. Die Schülerinnen und Schüler haben im Rahmen der Juniorwahl Wahlbenachrichtigungen verteilt, ein Wählerverzeichnis erstellt, ein Wahllokal eingerichtet und die Wahl durchgeführt.
„Ich finde es ganz cool, dass wir so etwas auch einmal machen durften. Es war auch sehr interessant zu sehen, welche Parteien von Schülern unterstützt werden.“ – Anonym
„Die Juniorwahl war sehr anschaulich und realistisch gestaltet. Auf dem Stimmzettel waren überraschend viele Namen drauf.“ – Romi Kurktchiogli
„Kleiner, aber wichtiger Schritt für die politische Bildung der Jugend.“ – Victor Socher
„Dadurch, dass die Juniorwahl sehr realistisch gestaltet war, hat es sehr Spaß gemacht, teilzunehmen und den Verlauf einer solchen Wahl zu verfolgen.“ – Marja Radtke
„Ich finde es sehr wichtig, solche Aktionen vermehrt durchzuführen. Somit kommen Jugendliche in Kontakt mit echten Wahlen und man sieht, wo die Jugend politisch steht.“ – Anonym
„Es war sehr interessant zu sehen, wie sich die Jugend für Politik interessiert. Ich fand die Ergebnisse hoch spannend.“ – Luis Patz
„Ich fand es sehr gut, dass auch wir Jugendliche eine Möglichkeit hatten, unsere Stimme abzugeben und den Politikern mit dem Ergebnis der Juniorwahl ein Zeichen zu geben.“ – Anonym
10. Jahrgangsstufe

„Lernort Staatsregierung“
Am 30. April 2019 hat die Klasse 10c, zusammen mit Fr. Rosenlehner, eine Exkursion zum „Lernort Staatsregierung“ unternommen, durchgeführt von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit unter der Leitung von Frau Barbara Weishaupt. Die Klasse durfte den Vormittag im Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege verbringen. Dort gab es zunächst eine Einführung in den Geschäftsbereich des Ministeriums durch Herrn Peter Steiert. Anschließend kamen die Referenten Dr. Daniel Renné und Dr. Bernhard Stockmeyer, die Fachvorträge zu den von den Schülern ausgewählten Themen „Psychiatrie“ und „Sucht/Drogen“ hielten. Die Schülerinnen und Schüler haben so einen Einblick in die Arbeitsweise der unterschiedlichen Referate des Ministeriums erhalten und konnten sich inhaltliche Fragen beantworten lassen.
Anschließend wurde ein Besuch im Büro der Staatsministerin Melanie Huml unternommen, bei dem die Ministerin auch angetroffen wurde und sich für ein Foto mit der Klasse Zeit nahm. Der Vertreter des Ministerbüros, Dr. Peter Schauder, erläuterte den Schülerinnen und Schülern anschließend, wie die Arbeit der Ministerin abläuft, und beantwortete alle Fragen der Schülerinnen und Schüler.
Nach dem Mittagessen fuhr die Klasse an den Franz-Josef-Strauß-Ring und durfte dort – geführt von Fr. Weishaupt – die Staatskanzlei erkunden. In einer einstündigen Führung erfuhren die Schülerinnen und Schüler interessante Besonderheiten zur Geschichte, Architektur und aktuellen Nutzung der imposanten Räumlichkeiten.
„Es war schön zu sehen, wie und wo unsere Politiker arbeiten, jedoch hätte ich mir eher einen Besuch im Kultusministerium gewünscht, da dort Entscheidungen näher an unserem Leben getroffen werden.“ – Sascha Bauer
„Ein bereicherndes Projekt mit interessanten Vorträgen.“ – Viktor Socher
„Der Persönliche Referent der Ministerin Fr. Huml hat sehr aufschlussreiche und interessante Dinge über den Beruf der Ministerin erzählt.“ – Romi Kurktchiogli
„Ich habe sehr viele Dinge über die Ministerin gelernt und allgemein über die Staatsregierung. Außerdem war das Essen dort sehr lecker.“ – Anonym
„Dadurch, dass wir verschiedene Leute aus unterschiedlichen Bereichen kennenlernen durften und diese uns jeweils etwas zu ihrem Fachbereich erklärt hatten, war der Tag sehr spannend gestaltet.“ – Julia Ruehe
„Als Klasse die Bayerische Staatsregierung besuchen zu dürfen, war ein großes Privileg, ich habe vieles dazugelernt und sogar auf dem Stuhl der Ministerin sitzen dürfen.“ – Marja Radtke
„Es war sehr interessant, über die verschiedenen Aufgaben der Ministerin und der Angestellten zu erfahren und einen Eindruck vom Alltag eines Politikers zu gewinnen.“ – Milo Erhardt
11. Jahrgangsstufe

NS-Dokumentationszentrum
Am 27. Juni ging die 11. Jahrgangsstufe in das NS-Dokumentationszentrum. Unter dem Titel „München – was bleibt“ erfuhren die Schülerinnen und Schüler im Rahmen eines geführten Rundganges vieles über den Umgang mit der NS-Vergangenheit. Dabei konnten die Schülerinnen und Schüler nicht nur Teile der umfangreichen Ausstellung des Dokumentationszentrums betrachten, sondern sich auch an Ort und Stelle mit der Geschichte des Königsplatzes auseinandersetzen.
Bedauerlicherweise konnte im Schuljahr 2018/19 kein Zeitzeugengespräch mit Abba Naor stattfinden, der seit vielen Jahren unsere Schule besucht und bewegt und einen wesentlichen Beitrag zur Friedenserziehung der Schülerinnen und Schüler leistet.

Angela Rosenlehner